InnoPET Blomax HR Serie III: Heißabfüllung
Wenn Temperatur und Empfindlichkeit des Produkts bei der Abfüllung in PET-Flaschen eine Rolle spielen und Barriereanforderungen zu beachten sind, kann die Heißabfüllung eine passende Alternative zur Kaltaseptik sein. Die Anforderungen an eine PET-Flasche für die Befüllung mit wärmebehandelten Produkten hängen stark vom Produkt, dessen Marktanforderungen und der gewünschten Haltbarkeit ab.
Um für solche Anforderungen die Wirtschaftlichkeit einer Maschine optimieren zu können, müssen die Bauelemente und Verfahrensparameter sorgfältig ausgewählt werden.
Höchste Ansprüche beim Hotfill-Prozess
Säfte und Tees werden bei einer Temperatur von ca. 92 Grad Celsius in vorgefertigte PET-Flaschen abgefüllt. Diese müssen über eine hohe Kristallinität verfügen, damit Feuchtigkeit während der Zwischenlagerung die Qualität der Flaschen nicht beeinträchtigen kann. Eine Flasche zur Heißabfüllung hat kein einheitliches, klassisches Aussehen mehr. Auch außergewöhnliche Flaschenformen sind realisierbar und von herkömmlichen PET-Flaschen kaum zu unterscheiden.
Bei dickflüssigen Produkten muss der Flaschenhals breiter und so beschaffen sein, dass das beim Abkühlen der Abfülltemperatur (96 Grad Celsius) entstehende Vakuum besser absorbiert werden kann.
Diese Eigenschaften können durch besondere Lösungen im Maschinenbau unterstützt werden.
Damit eine Flasche bei 75 Grad Celsius für 30 Minuten pasteurisiert werden kann, muss sie völlig spannungsfrei und geometrisch so geformt sein, dass sie dem Prozess standhalten kann.
Arbeitsweise der InnoPET Blomax HR Serie III
Der Preform wird auf maximale Temperatur erhitzt und in eine Heißblasform gebracht. Während des Blasverfahrens wird das Material in der Blasform ausgerichtet. Aufgrund der hohen Blastemperaturen ist es spannungsfrei, die Ausrichtungsspannung wird aufgehoben und gleichzeitig die thermische Kristallisierung angehoben. Das Anheben der thermischen Kristallinität von PET-Material mindert dessen Verformbarkeit bei höheren Temperaturen. Die so genannte Glastemperatur des Materials steigt und ermöglicht somit die Heißabfüllung oder Pasteurisierung ohne bedeutenden Flaschenverzug.
Um die Flasche in der Blasform zu stabilisieren, bläst man vor der Entnahme Kühlluft in die Flasche ein. Dadurch wird sie ausreichend gekühlt und bei der Entnahme nicht mehr verformt.




